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Instandsetzung der Straßenbrücke über die Gebsattelstraße mit Treppenanlage

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Beschreibung der Instandsetzungsmaßnahme

Das Brückenbauwerk liegt parallel zur Hangkante des rechten Isarhochufers. Es führt den Verkehr der Hochstraße über die den Hang einschneidende Gebsattelstraße. Die Bogenbrücke, mit den anschließenden Treppenanlagen, wurde im Jahr 1901 nach einem Entwurf von Theodor Fischer gebaut und gehört zu den ersten in München erbauten "Eisenbetonkonstruktionen".

Das Bauwerk steht unter Denkmalschutz. Die beiden im Bogenscheitel stehenden mit Bronzevögeln (Reiher) bekrönten Obelisken mussten bereits 1991, wegen nicht mehr gewährleisteter Standsicherheit, abgenommen werden.

Bei dem bestehenden Brückenbauwerk handelt es sich um eine Zwei-Gelenk-Bogenbrücke mit einer Spannweite von 19,00 m, einer Gesamtbauwerksbreite von 15,00 m und einer Pfeilerhöhe von 6,00 m . Der überschüttete Gewölbebogen besteht aus "Eisenbeton", Unterbauten und Flügel aus Stampfbeton. Das Bauwerk wies eine Reihe von Schäden auf, die eine Herabstufung der zulässigen Verkehrslast auf max. 12-to-Fahrzeuge erforderlich machte.

Das neue Brückenbauwerk ist für Brückenklasse 30/30 nach DIN 1072 ausgelegt.

Die Hochstraße wurde für die Dauer der Baumaßnahme vollkommen gesperrt, nur für die Fußgänger wurde eine Behelfsbrücke errichtet. Dagegen war der Verkehr auf der Gebsattelstraße während der gesamten Bauzeit aufrecht zu erhalten und für zwei Fahrspuren jeweils mind. 3,25 m Breite zu gewährleisten.

Die Überschüttung des Brückenbogens wurde entfernt und die beidseitigen Stirn- bzw. Flügelwände gesichert. Der alte Brückenbogen und die aufgesetzten Brückenstirnen bildeten eine verbleibende Schale, in die das neue Brückentragwerk zu setzen war.

Das neue Brückentragwerk ist eine Plattenbalkenbrücke, mit einer Stützweite von 22,50 m, auf massiven, neu erstellten Stahlbetonwiderlagern, die auf den Rücken der alten Bogenwiderlager gegründet sind. Der Brückenüberbau besteht aus Spannbeton-Fertigteilträgern mit Ortbetonergänzung der Fahrbahnplatte, sowie der End- und Feldquerträger.

Es erfolgte zudem, am östlichen Treppenaufgang, der Abbruch der ehemaligen Bedürfnisanstalt und der Neu- und Umbau der zugehörigen Stützmauer zu einer neuen Treppenanlage, entsprechend dem historischen Original. Der westliche Treppenaufgang wurde saniert.

Die abgenommenen Obeliske wurden saniert und mittels konstruktiver Vorspannung an den Ortbetonbrüstungen befestigt.

Technische Daten
Überbau-System: 1-Feld-Plattenbalkenbrücke
Überbau-Querschnitt: Spannbeton-Fertigteilträger mit Ortbetonergänzung der Fahrbahnplatte
Stützweiten: 22,50 m
Querprofil: 8,10 + 2 x 2,95 = 14,00 m (Breite zwischen den Geländern, d.h. Nutzbreite der Fahrbahn bzw. der Gehwege)
Linienführung im Grundriss: gerade
Hauptträger: 8 Spannbeton-Fertigteilträger als T-Profil (h = 0,60 + 0,12 m Kragplatte; b = 0,45 bzw. ca. 1,60 m Kragplatte)
Querträger: 2 Ortbeton-Endquerträger (h/b = 1,00/1,35 m)
Material: Fertigteilträger in Spannbeton B 45
  Widerlager, Flügelwände und Fahrbahnplatte, schlaff bewehrt, in Stahlbeton B 35
Investitionsvolumen: ca. 910.000 €
Bauzeit: Mai 1998 bis Januar 1999

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