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Christian UDE

Christian Ude beim Landfrauentag:
Wir brauchen uns gegenseitig!

Der designierte Spitzenkandidat der BayernSPD und Münchner Oberbürgermeister, Christian Ude, besuchte gestern den Landfrauentag in Mammendorf. Ude erinnerte zu Beginn seiner Festrede vor mehr als 400 Landfrauen daran, dass dies erst die zweite Einladung sei, auf einem Landfrauentag zu sprechen. Vom Bauernverbandpräsidenten Gerhard Sonnleitner sei er darauf hingewiesen worden, der größte Öko-Bauer Bayerns zu sein. Christian Ude: „Der Präsident hat recht. Der Münchner OB ist tatsächlich von Amtswegen der größte Öko-Bauer, weil die Stadt 840 Hektar Land ökologisch bewirtschaftete Fläche und 746 Hektar konventionell bewirtschaftete Fläche hat.“

Die Stadt pflege zudem ein gutes Verhältnis mit der Landwirtschaft. „Die Stadtwerke zum Beispiel fördern über 100 bäuerliche Betriebe bei der ökologischen Landbauweise und helfen bei der Direktvermarktung. So ist eine der größten zusammenhängenden ökologischen Landwirtschaftsflächen in Europa entstanden – im Wassergewinnungsgebiet der Landeshauptstadt München“, so Ude weiter. Auch das Projekt Grüngürtel ziele auf die Zusammenarbeit von Stadt und Land ab. Solle doch der Grüngürtel rund um München mit Landwirtschaft und Forsten gesund erhalten werden.

Ude: „Die Bauernmärkte sind eine große Chance für Landwirte, selbsterzeugte Produkte direkt zu vermarkten. Wir sollten uns nicht gegeneinander ausspielen lassen. Wir brauchen uns gegenseitig. Die Landwirtschaft braucht die Großstadtbevölkerung als Abnehmer und die Großstädte sind auf die Nahrungsmittelproduktion und den ländlichen Raum als gepflegte Kulturlandschaft angewiesen.“

Als Spitzenkandidat betonte Ude, dass die Energiewende, für die die SPD und auch die Stadt München schon seit Jahrzenten und nicht erst seit Fukushima eintreten, eine große Chance für die Landwirtschaft sei. Ude appellierte, sich bei diesem Thema nicht den Wutbürger als oberstes Vorbild zu nehmen: „Wenn wir die Energiewende schaffen wollen, dürfen wir nicht überall vor Ort gegen Windräder und sogar gegen Speicherkraftwerke oder neue Leitungsnetze klagen. Die Energiewende setzt die konstruktive Mitwirkung aller Beteiligten und auch aller Nachbarn voraus.“ Da die Energiewende das größte Infrastrukturprojekt der Gegenwart sei, könne er schon aus diesem Grund nicht verstehen, dass manche Wutbürger grundsätzlich gegen Infrastrukturprojekte mobil machen wollen. Dass die Energiewende inzwischen auch von der CSU mitgetragen wird, begrüßte Ude ausdrücklich. Er wies aber darauf hin, dass es noch kein volles Jahr her ist, dass die CSU noch auf Atomkurs war, die Verlängerung der Atomkraftwerkslaufzeiten verteidigt hat und für den Fall einer Energiewende befürchtete, dass dann alle Lichter ausgehen.

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